EU Plastikstrategie

EU Plastikstrategie

Die EU Plastikstrategie, offiziell bekannt als “Europäische Strategie für Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft“, ist eine Initiative der Europäischen Union zur Bewältigung der ökologischen Herausforderungen durch Kunststoffabfälle. Sie wurde im Januar 2018 als Teil des umfassenderen europäischen Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft gestartet. Die Strategie fördert einen nachhaltigeren und kreislauforientierten Ansatz für Kunststoffe in der Europäischen Union. Wichtige Aspekte der EU Plastikstrategie sind:

  1. Kreislaufwirtschaft: Die Strategie zielt auf den Übergang von der traditionellen linearen Wirtschaft (nehmen, herstellen, entsorgen) zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe ab. Dies beinhaltet die Verringerung von Kunststoffabfällen, die Steigerung des Recyclings und die Gewährleistung einer nachhaltigeren Nutzung von Kunststoffen während ihres gesamten Lebenszyklus.
  2. Recycling und Wiederverwendung: Es werden ehrgeizige Ziele für das Recycling und die Wiederverwendung von Kunststoffen gesetzt, darunter das Ziel, bis 2025 50 % und bis 2030
    55 % der Kunststoffabfälle zu recyceln. Außerdem soll die Verwendung von Einwegkunststoffen reduziert und die Entwicklung nachhaltigerer Produkte gefördert werden.
  3. Design für Recycling: Die Strategie fördert das Design von Kunststoffprodukten mit Blick auf das Recycling, so dass die Materialien leichter zerlegt und recycelt werden können. Dies wird auch als “Ökodesign” bezeichnet, welches aber noch andere Inhalte enthält.
  4. Verringerung des Meeresmülls: Die EU-Kunststoffstrategie umfasst Maßnahmen zur Verringerung der Abfälle im Meer und von Mikroplastik, um die Umweltauswirkungen von Plastikabfällen auf die Ozeane und das Meeresleben zu verringern.
  5. Innovation im Bereich Kunststoffe: Sie fördert Innovationen bei der Entwicklung neuer Materialien und Technologien, einschließlich biologisch abbaubarer und kompostierbarer Kunststoffe, um die Umweltauswirkungen von Kunststoffen zu verringern.
  6. Regulierung: Die EU hat Verordnungen erlassen, um die Verwendung bestimmter Einwegkunststoffe wie Plastikstrohhalme und -besteck einzuschränken und die Verwendung nachhaltigerer Alternativen zu fördern. Darüber hinaus hat sie ein Verbot von Mikroplastik in bestimmten Produkten eingeführt.
  7. Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR): Die Strategie fördert EPR-Systeme, bei denen die Hersteller für die Sammlung und das Recycling der Verpackungen ihrer Produkte verantwortlich sind. Dies schafft Anreize für ein nachhaltigeres Verpackungs- und Abfallmanagement.
  8. Einbeziehung von Interessengruppen: Dies beinhaltet die Zusammenarbeit mit der Industrie, Umweltorganisationen und anderen Interessengruppen, um die Ziele der Strategie zu erreichen.

Die EU-Kunststoffstrategie sieht vor, dass bis 2025 in der EU 10 Millionen Tonnen recycelte Kunststoffe zur Herstellung von Produkten verwendet werden, um das Recycling von Kunststoffen zu fördern, die nicht verwertet, sondern entsorgt oder verschwendet werden.

Die EU-Kunststoffstrategie ist Teil des umfassenderen EU Green Deals, der darauf abzielt, die Europäische Union bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Sie spiegelt das Engagement der EU wider, die Plastikverschmutzung zu bekämpfen, die Umweltauswirkungen von Platik zu verringern und einen nachhaltigeren und kreislauforientierten Ansatz für dieses allgegenwärtige Material zu fördern.

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