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Was Sie immer schon über Hormongifte wissen wollten

Was Sie immer schon über Hormongifte wissen wollten

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Finden Sie hier eine Zusammenstellung weiterer Informationen über hormonverändernde Stoffe.

Informationen aus der Wissenschaft:

Zu endokrinen Disruptoren (endocrine disrupting chemicals, EDCs) gibt es zahlreihe wissenschaftliche Studien. Sie zeigen, dass EDCs in Zusammenhang stehen können mit Krankheiten wie zum Beispiel Brustkrebs, Hodenkrebs, Übergewicht, Diabetes, Unfruchtbarkeit, neurologische Beeinträchtigungen, ADHS. Eine gute Übersicht zum Stand der Forschung bieten diese beiden Publikationen und Website.

 

Politische Statements von Wissenschaftlern:

Viele Wissenschaftler sind sehr besorgt über die mangelnde politische Regulierung von EDCs. Sie fordern ein schnelles Handeln der Politik zum Schutz von Umwelt und Gesundheit. Vor allem die Endocrine Society ist in diesem Sinne aktiv. Sie ist die größte Mitgliederorganisation für Experten der Endokrinologie und repräsentiert Wissenschaftler aud 122 Ländern. Auch der Weltverband der Gynäkologen und Geburtshelfer, die Europäische Gesellschaft für Endokrinologie und die Europäische Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie appellieren an die Politik.

 

Informationen von NGOs

Zahlreiche NGOs haben Informationsmaterialien für Bürger und Bürgerinnen erstellt. Sie enthalten z.B. wichtige neue Informationen zu Hormongiften und Tipps für VerbraucherInnen.

Informationen in Deutsch

Die deutsche NGO EDC-free Allianz, bestehend aus WECF, PAN Germany, BUND, Umweltinstitut München, SumOfUs, Coordination gegen Bayern Gefahren, hat zahlreiche Statements und offene Briefe veröffentlich, sowie Aktionen durchgeführt. Finden Sie mehr Informationen dazu hier.

Gesundheitskosten, verursacht durch EDCs

Verschiedene Studien zeigen, dass die Gesundheitskosten durch die Exposition gegenüber EDCs für Europa horrend hoch sind.

EDCs und männliche Reproduktionsstörungen – 15 Milliarden Euro jährlich in der EU, bei Berücksichtigung von nur einigen wenigen Stoffen.
Deborah Bennett et al., “Project TENDR: Targeting Environmental Neuro-Developmental Risks The TENDR Consensus Statement,” in: Environmental Health Perspectives 124, no. 7 (July 1, 2016), doi:10.1289/EHP358.

EDCs und weibliche Fortpflanzungsstörungen – zwischen 163 Millionen und 1.25 Milliarden Euro jährlich in der EU.
Patricia A. Hunt Sheela Sathyanarayana Paul A. Fowler Leonardo Trasande: Female Reproductive Disorders, Diseases, and Costs of Exposure to Endocrine Disrupting Chemicals in the European Union, In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Volume 101, Issue 4, 1 April 2016, Pages 1562–1570, https://doi.org/10.1210/jc.2015-2873

EDCs und Übergewicht und Diabetes –  über 18 Milliarden Euro jährlich in der EU
Juliette Legler et al.: Obesity, Diabetes, and Associated Costs of Exposure to Endocrine-Disrupting Chemicals in the European Union, In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 100, no. 4 (2015): 1278–88, doi:10.1210/jc.2014-4326.

EDCs und neurologische Verhaltensstörungen und Krankheiten –   über 150 Milliarden Euro jährlich in der EU.
Martine Bellanger et al.: Neurobehavioral Deficits, Diseases, and Associated Costs of Exposure to Endocrine-Disrupting Chemicals in the European Union, In: Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 100, no. 4 (2015): 1256–66, doi:10.1210/jc.2014-4323.

 

EDC-Listen von verschiedenen Institutionen

Verschiedene Institutionen haben Listen mit hormonverändernden Stoffen veröffentlicht. Die Menge und der Zweck dieser Listen kann stark von einander abweichen, je nachdem wofür diesen Listen erstellt wurden. Dennoch geben sie einen guten ersten Überblick über die endokrin wirksame Stoffe.

 

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Written by olgaalex

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